Update: ILEK 2026 – Workshops zur gemeinsamen Gestaltung der Region

Liebe Besucher der Website, liebe Engagierte und Interessierte,

Update Stand 29.07.2026: Die Beteiligungsphase zum neuen Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept ist abgeschlossen. Wir danken allen herzlich, die sich hier mit uns zusammen- und mit Fragen und Ideen für die Region auseinander-gesetzt haben: Danke für Ihre Zeit, Ihr Engagement und Ihr Interesse! Bleiben Sie bitte weiterhin dran. Im Herbst diesen Jahres wird das finale Konzept vorgestellt. Sofern auch alle Gemeindräte und der Stadtrat dem Konzept zustimmen und das Amt für ländliche Entwicklung das Ergebnis anerkennt, starten wir in die Umsetzungsphase – wenngleich natürlich auch parallel bereits gearbeitet wird. Wie und woran wir gemeinsam neue Projekte voranbringen, erfahren Sie spätestens zur Vorstellung des Entwicklungskonzeptes. Ich für meinen Teil freue mich darauf, mit Ihnen in Projekt- und Arbeitsgruppen nächste Schritte für die Region vorzubereiten und umzusetzen.

Übrigens: Das neue Konzept ermöglicht uns als Region, ein neues Regionalbudget zu beantragen. Denken Sie gerne schon jetzt voraus und tauschen Sie sich vor Ort aus, was Sie bewegt und wo Sie – zusammen mit anderen – in Ihrer Gemeinde anpacken wollen. Wenden Sie sich gerne jederzeit mit Ihren Ideen und Vorhaben an Ihren ILE-Manager für die Region:

Ihr Ansprechpartner

Christian Förster – ILE-Umsetzungsbegleitung
Spitalstraße 6
97447 GerolzhofenTel.: 09382 / 316381
region@weinpanorama-steigerwald.de

Im folgenden finden Sie eine Übersicht der Workshops, die im Rahmen der Konzepterstellung stattfanden:

Rückblick Workshop 1 – „Wasser in der Landschaft“ (24. April, Handthal) An die 30 Teilnehmende erarbeiteten in zwei Gruppen konkrete Ideen und Maßnahmen rund um natürliche Wasserrückhaltung, Erosionsschutz und klimaangepasste Landnutzung. Fachliche Impulse lieferten Dr. Daniel Abel (Initiative WasserLandschaft, Regierung von Unterfranken) und Gertraud Kokula (Amt für Ländliche Entwicklung). Die Ergebnisse fließen ins neue ILEK ein. Als nächster Schritt wird vorgeschlagen, einen Arbeitskreis „Wasser in der Landschaft“ einzurichten, in dem Ideen weiterentwickelt, Beratungen in Anspruch genommen und Umsetzungsmöglichkeiten mit den zuständigen Ämtern diskutiert werden können. Interessierte sind herzlich willkommen.
Eine Dokumentation und die Präsentationen des Workshops finden Sie hier zum Download (PDF).

Rückblick Workshop 2 – „Leerstand mit Sinn füllen“ (16. Juni 2026, Dingolshausen)

Wie lassen sich Bedarfe der Daseinsvorsorge mit leerstehenden Gebäuden in unseren Ortskernen verbinden? Dieser Frage gingen am 16. Juni 2026 rund 24 Teilnehmende im FreiRaum Dingolshausen nach. Nach Impulsen von Gertraud Kokula (ALE Unterfranken) und Dr. Elisabeth Appel-Kummer verorteten die Anwesenden die Bedarfe ihrer Kommunen: Treffpunkte für Jung und Alt, Nahversorgung, Übernachtungsmöglichkeiten und medizinische Versorgung standen ganz oben. Ein Input der ILE-Umsetzungsbegleitung zeigte: In sechs der acht Kommunen stehen diesen Bedarfen „prominente“ Leerstände gegenüber, deren Nutzbarkeit nun geprüft werden kann. Im Plenum entstanden konkrete Ideen für den weiteren Prozess – von der Fortschreibung des Leerstandskatasters über ein interkommunales Denkmalkonzept bis zum Leitgedanken „Innen vor Außen“. Alle Anregungen fließen in die ILEK-Fortschreibung ein.

Eine Dokumentation und die Präsentationen des Workshops finden Sie hier zum Download (PDF)

Rückblick Workshop 3 – „Zukunftsfähige Region – Souverän & Selbstwirksam“ (15. Juli 2026, Dingolshausen)

Am 15. Juli 2026 fand im FreiRaum Dingolshausen der dritte und letzte Themenworkshop im Rahmen der Fortschreibung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) statt. Rund 26 Teilnehmende folgten der Einladung, um sich mit der krisenfesten Zukunft der Region WeinPanorama Steigerwald auseinanderzusetzen.

Nach der Begrüßung durch die stellvertretende ILE-Vorsitzende, Bürgermeisterin Weissenseel-Brendler, führte Dr. Appel-Kummer in die Grundlagen einer ILE-Region ein. Im Mittelpunkt des Abends stand das Konzept der Resilienz: die Fähigkeit einer Region, Krisen vorausschauend so zu meistern, dass die für das Wohlergehen wesentlichen Funktionen und Strukturen intakt bleiben. Fünf Leitprinzipien – von der Klimaanpassung über den Erhalt natürlicher Ressourcen bis zu regionaler Wertschöpfung, fairer Teilhabe und sozialem Zusammenhalt – bilden dafür den Orientierungsrahmen, an dem sich auch das neue ILEK ausrichten wird.

In der Arbeitsphase prüften die Teilnehmenden an fünf Stationen den Entwurf des Zielsystems und brachten eigene Ideen und Projektvorschläge ein. Dabei entstand ein vielfältiges Bild dessen, wo die Menschen in der Region Handlungsbedarf sehen: Ein Generationenwohnpark, der Alleinlebenden im großen Haus neue Wohnformen eröffnet und zugleich Platz für Familien schafft; ein mobiler Supermarkt mit regionalen Produkten für die Ortsteile; ein Krisengipfel, der Feuerwehren, THW und BRK über Gemeindegrenzen hinweg vernetzt; begrünte Schattendächer auf Parkplätzen als Antwort auf immer heißere Sommer; oder Haustürgespräche durch Kümmerer, um Menschen aus der Isolation zu holen.

Vom Ideenspeicher zum strategischen Konzept

Der Wert dieser Beiträge liegt in dem, was keine Fachplanung von außen leisten kann: Sie zeigen, wo der Schuh in den Dörfern und Städten tatsächlich drückt, welche Themen die Menschen bewegen und wo Engagement und lokales Wissen bereits vorhanden sind. Auffällig ist etwa, wie stark sich Krisenvorsorge, Gesundheit, Leerstand und das Miteinander der Generationen durch alle Themenbereiche ziehen – ein deutliches Signal an die künftige Schwerpunktsetzung.

Zugleich gehört zur Ehrlichkeit eines guten Beteiligungsprozesses: Nicht jede Idee wird eins zu eins zum Projekt. In den kommenden Wochen werden alle Beiträge zusammengeführt, fachlich geprüft, den Zielen zugeordnet und priorisiert – aus den drei Workshops ebenso wie aus der breit angelegten Akteursansprache, mit der neben den Vereinen der Region auch Landwirtschaft und Direktvermarktung, Bildungsträger von der Kita bis zur Volkshochschule, Wohlfahrtsverbände und Nachbarschaftshilfen, Feuerwehren und Hilfsorganisationen, Akteure der Energieversorgung, Wirtschaftsförderung, Kreisentwicklung und Regionalmanagement des Landkreises und der Gesundheitsregion sowie die Kommunen selbst einbezogen wurden. Manche Vorschläge werden dabei gebündelt oder weiterentwickelt, andere zurückgestellt – nicht, weil sie unwichtig wären, sondern weil ein strategisches Konzept Schwerpunkte setzen muss, um wirksam zu sein. Maßstab dieser Synthese sind die Resilienzprinzipien: Am Ende soll ein integriertes Gesamtkonzept stehen, das die Beiträge aus der Region in einen ganzheitlichen, fachlich fundierten Fahrplan für die nächsten Jahre übersetzt.

Wie geht es weiter?

Der weitere Fahrplan sieht eine abschließende Abstimmung mit den Kommunen im September, die Beschlussfassung in allen acht Mitgliedsgemeinden im November sowie eine Abschlussveranstaltung mit Vorstellung des fertigen Konzepts zum Jahresende vor.

Allen Teilnehmenden der Workshops sei herzlich gedankt – ihr Wissen um die Region ist das Fundament, auf dem das neue ILEK aufbaut. Für Fragen rund um die Umsetzung steht der Umsetzungsbegleiter der ILE-Region, Christian Förster, gerne zur Verfügung.

Eine Dokumentation und die Präsentation zum 3. Workshop finden Sie hier zum Download (PDF)

Im Veranstaltungszentrum FreiRaum in Dingolshausen fand der 3. Workshop zum ILEK statt mit 26 teilnehmenden Personen, die das Bild hier bei der Präsentation der Ergebnisse zeigt.
Nach der Arbeitsphase im Workshop am 15. Juli 2026 stellt Dr. Elisabeth Appel-Kummer die Ergebnisse vor.

Umfrage zum Zusammenhalt im ländlichen Raum

Logo HeimatProjektBayern

Zusammenhalt in ländlichen Regionen? – Ein Forschungsprojekt zum Mitmachen
Wie ist es eigentlich um den sozialen Zusammenhalt in ländlichen Regionen Bayerns bestellt und
welche Ideen haben die Bürgerinnen und Bürger, um ihn zu stärken? – Das untersucht die Technische
Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm bis 2026 in einem großen Forschungsprojekt in ganz Bayern.
Gefördert wird das Heimatprojekt vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat.1
Worum geht es im Heimatprojekt Bayern?
Sozialer Zusammenhalt: damit ist das konkrete soziale Miteinander vor Ort gemeint, das Gefühl von
Zugehörigkeit und die Fragen des Gemeinwohls. Die Erscheinungsformen und Rahmenbedingungen
sozialen Zusammenhalts in ländlichen Regionen werden mit drei Befragungen und vier
Vertiefungsprojekten untersucht. Dabei kommen Menschen aus allen Regionen zu Wort, aus Dörfern
und Kleinstädten, Alteingesessene und neu Zugezogene, Alt und Jung. Ausführlichere Informationen
gibt es auf der Projektwebsite: www.heimatprojekt-bayern.de.
Wer kann mitmachen – und wie?
Zur Teilnahme sind die Bürger aller Kommunen eingeladen, die gemäß dem Landesentwicklungsplan
Bayern (LEP) zum ländlichen Raum gehören. Die Teilnahme an den drei Befragungen ist online über
die Projektwebsite möglich. Für die Vertiefungsprojekte wird das Projektteam unterschiedliche
Personen und Organisationen in ganz Bayern kontaktieren.
Wann geht es los?
Die erste Befragung zu konkreten sozialen Beziehungen vor Ort und die zweite Befragung zur
Verbundenheit mit dem Wohnort sind inzwischen abgeschlossen. Die Ergebnisberichte beider
Befragungen stehen auf der Website des Projektes online. In der dritten Befragung geht es um die
Gemeinwohlorientierung und das Engagement. Die Teilnahme ist ab dem 17. September und bis zum 17. Oktober 2025 möglich.
Warum lohnt es sich mitzumachen?
Mit dem Forschungsvorhaben werden für Bürger und Politik Erkenntnisse über die
Gemeinwohlorientierung in den ländlichen Regionen erarbeitet, systematisiert und vergleichend
ausgewertet. So kann der soziale Zusammenhalt besser sichtbar gemacht und weiterentwickelt
werden. Die Ergebnisse werden laufend auf der Projektwebsite zur Verfügung gestellt, so dass alle
Interessierten sich selbst ein Bild machen können. Neben dem Ergebnisbericht aus der ersten und
zweiten Bürgerbefragung können auch die Ergebnisbroschüren aus dem ersten, zweiten und dritten
Vertiefungsprojekt zu den Themen Alltagsunterstützung für Senioren durch Nachbarschaftshilfen,
junge Menschen im ländlichen Raum und Rückkehr in ländliche Räume bereits online eingesehen
werden.
Wer ist für das Projekt verantwortlich und wie kann man Kontakt aufnehmen?
Projektleitung: Prof. Dr. Sabine Fromm, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
E-Mail: heimatprojekt-bayern@th-nuernberg.de

Zukunft daheim – Messe & Forum für gutes Leben und Altwerden im Steigerwald

Symbolbild eines Dorfes mit einer lebendigen Dorfgemeinschaft, in der sich Jung und Alt unterstützen und gemeinsam gut Leben (KI-generiert)

Das KI-generierte Bild zeigt das bunte Miteinander in einem typisch fränkischen Dorf im Steigerwald: Im Zentrum das gemeinschaftliche Bürgerhaus mit offenem Treff, nebenan eine fröhliche Gruppe beim Seniorensport im Grünen, Musik und Tanz am Nachmittag, Nachbarschaftshilfe bei kleinen Reparaturen und Einkäufen, mobile Pflegedienste, die ältere Menschen besuchen, verschiedene Generationen beim gemeinsamen Gärtnern, eine altersgerechte Wohngemeinschaft, Kinder spielen im Garten, Ehrenamtliche begleiten Senioren zum Dorfmarkt, Paare und Einzelne genießen die Natur, offene Gespräche und gegenseitige Unterstützung überall – zeige Vielfalt, Lebensfreude und Unterstützung, die ein gutes Leben bis ins hohe Alter im Heimatort ermöglichen.
Gutes Leben und Altwerden in unseren (vor-)steigerwälder Heimatdörfern – Wie das gelingt, welche Angebote es für Sie gibt und wie wir gemeinsam generationen- und altersgerechtes Gutes-Leben weiterentwickeln, darum geht es bei „Zukunft Daheim“ am 18. April 2026 (Wimmelbild KI-generiert mit sora/ChatGPT)

Am Samstag, 18. April 2026, lädt die ILE-Region WeinPanorama Steigerwald von 10:00 bis 17:00 Uhr in die Mittelschule Gerolzhofen ein.

Unter dem Titel „Zukunft daheim – Messe & Forum für gutes Leben und Altwerden im Steigerwald“ erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm mit Informationsständen, Fachvorträgen, Workshops und Diskussionsrunden.

Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:

  • Wie können wir in unserer Region gut und sorglos alt werden?
  • Welche neuen Wohn- und Pflegeformen, Angebote und Unterstützungen im Alltag gibt es?
  • Wie stärken wir Nachbarschaft, Gemeinschaft und Unterstützung für Angehörige?
  • Welche Angebote tragen dazu bei, gesund und aktiv zu bleiben?

Die Veranstaltung bietet nicht nur praktische Informationen rund um Gesundheit, Pflege, Wohnen, Mobilität und Alltagshilfen, sondern setzt auch Impulse für die Zukunft. Der Anspruch geht über eine klassische Seniorenmesse hinaus: Es geht um aktive Gemeinschaften, Generationengerechtigkeit und ein langes, lebenswertes Leben im eigenen Heimatort.

👉 Mitmachen als Aussteller oder Referent:
Organisationen, Initiativen, Unternehmen und Vereine sind herzlich eingeladen, sich mit einem Stand, Vortrag, Workshop oder einer Vorführung einzubringen.
Anmeldeschluss ist der 16. Dezember 2025.

Weitere Informationen und Anmeldung:

Anmeldebogen (hier Klicken zum Download)
📧 region@weinpanorama-steigerwald.de ☎ 09382 316381
✉ WeinPanorama Steigerwald e.V., Spitalstraße 6, 97447 Gerolzhofen

Wir freuen uns auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher – und auf engagierte Aussteller, die gemeinsam mit uns die Zukunft daheim im Steigerwald gestalten!