
Klosterlangheim, 11.-12. Juli 2025
Wie kann die Zusammenarbeit in der Region weiter gestärkt werden? Welche Themen sind künftig besonders wichtig – und wie wollen wir gemeinsam vorankommen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich zehn Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedskommunen zusammen mit dem Umsetzungsbegleiter der Integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) -Region und der Leiterin der Tourismusregion bei einer zweitägigen Klausurtagung in der Schule für Dorf- und Flurentwicklung Klosterlangheim. Unterstützt wurden sie dabei von einem Vertreter des Amts für Ländliche Entwicklung sowie zwei erfahrenen Moderatoren der Schule.

Im Mittelpunkt der Tagung stand die Rückschau auf die letzten fünf Jahre gemeinsamer Arbeit: Vieles wurde angestoßen und umgesetzt – von unzähligen Kleinprojekten im Rahmen der Regionalbudget-Förderung über Streuobstpflanzungen bis hin zu den großen Konzepten zum Hochwasserrückhalt und zur landwirtschaftlichen Bewässerung. Gleichzeitig wurde klar: Die Region steht weiterhin vor großen Aufgaben.

Zentrale Zukunftsthemen bleiben: Innenentwicklung, Daseinsvorsorge, Wasser- und Hochwasserschutz
Besondere Priorität haben für die Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden nach wie vor die Themen Innenentwicklung in allen Orten der Mitgliedskommunen, Hochwasserschutz und Wasserrückhalt in der Fläche, die Daseinsvorsorge für Jung und Alt sowie die Stärkung von Direktvermarktern. Daneben wurden konkrete Maßnahmen thematisiert, wie die Seniorenmesse 2026, die Entwicklung alternativer Wohnangebote – insbesondere für Menschen, die nicht allein im Einfamilienhaus leben möchten –, wohnortnahe CoWorking-Angebote, ein Gründerzentrum sowie die regionale Ausweitung der Ausbildungsmesse in Gerolzhofen. Auch die Schaffung attraktiver Übernachtungsmöglichkeiten, insbesondere eines Zeltplatzes, wurde als prioritäres Ziel benannt.
Mehr Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort
Neben den inhaltlichen Fragen stand auch die Arbeitsweise der ILE auf dem Prüfstand. Die Beteiligten sprachen sich klar dafür aus, künftig stärker mit Arbeitskreisen und den Menschen vor Ort zusammenzuarbeiten. Initiativen, Ideen und das bürgerschaftliche Engagement sollen gezielt unterstützt und in konkrete Projekte für die Region verwandelt werden. Denn: Ein gutes Miteinander – über Generationen hinweg – lebt vom Mitmachen, vom aktiven teilhaben am Gemeinwesen. Das gilt es zu fördern.
Gemeinsam weiter: Erstellung eines neuen Entwicklungskonzepts
Alle Vertreter der Stadt und Gemeinden haben sich klar dazu bekannt, die Zusammenarbeit als ILE-Region weiterzuführen und zu stärken. Um die nächsten Jahre strukturiert und zukunftsorientiert anzugehen, wird nun ein neues Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) erarbeitet. „Dafür wollen wir möglichst frühzeitig zur Beteiligung aufrufen“, so Christian Förster, Regionalentwickler und Geschäftsführer der ILE WeinPanorama Steigerwald. „Unsere Region lebt von den Menschen, die sie gestalten. Deshalb freuen wir uns über alle, die ihre Ideen, Perspektiven und Erfahrungen einbringen möchten.“
Die ILE-Umsetzungsbegleitung wird sich in den kommenden Wochen auch den jeweiligen Gemeinderäten vorstellen – mit dem Ziel, die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und gemeinsam neue Impulse für die Region zu setzen
